Trainingsläufe

Trainingsläufe

Erstes feucht-fröhliches Training
Gleich Anfang des Jahres haben wir uns dann zu unserer ersten größeren Wanderung getroffen. Diesmal jedoch noch ohne Disziplin mit ein paar Bier- und Sektdosen im Gepäck. Motivation sollte ja schon im Training beginnen ? An dem Wochenende ging es auf den Kahlen-Asten. Winterwanderung mit viel Matsch und Schnee und dann als Flachländer gleich mit einigen Höhenmeter. Das kann man sich ja nur schön Trinken. Abend qualmten die Füße. Gute 30 km sind es geworden. Einen Monat später haben wir uns noch mal getroffen um einen weiteren 30 km Marsch gemeinsam zu absoliveren. Diesmal rund um Hildesheim. Es war ebenfalls sehr kalt und matschig. Jedoch ohne größere Steigungen.

Komplett bei Null ist keiner von uns angefangen. Jedes Jahr haben wir uns mindestens einmal getroffen um den Brocken im Harz hoch und runterzuwandern. So ein MegaMarsch ist dann doch ne andere Hausnummer. Aber wir haben ja noch Zeit. Mittlerweile haben wir uns auch schon ein Datum rausgesucht, wann der MegaMarsch in Angriff genommen werden soll. Wir wollten schon mindestens ein halbes Jahr Zeit haben, dafür zu trainieren. Also fiel die Wahl auf September in Berlin. Und ein Übungslauf in Bremen sollte auch unbedingt her, um nach Wettkampfbedingen abzuchecken, was man evtl zu viel dabei hat, an was man noch denken muss usw. Bis dahin traininert erst mal jeder weiterhin für sich.

Ernsthaftes Wandern – Generalprobe
Zwei Wochen vor dem 50 km Marsch in Bremen haben wir uns dann noch mal in Cuxhaven getroffen, um 40 km zu wandern. Ob das so sinnvoll ist – 2 Wochen vor dem Marsch noch mal so viel km zu reißen?!? Ich weiß ja nicht, aber wird schon werden, dachte ich mir. Die 40 km in Cux waren der Horror. Diesmal ohne Alkohol bei über 30 Grad. Die Sonne brutzelte nur so auf unserem Körper. Die ersten 20 km waren noch echt gut. Doch dann begannen die ersten Schmerzen in den Füßen. Ich hatte definitiv die falschen Schuhe an. Naja bloß nicht ausziehen und einfach durchziehen. Jeder von uns hatte mind. 4 Liter Wasser dabei, einen Rucksack vollgepackt mit Riegel, Brot, Äpfel, Jacke und was man sonst noch so für sein Wohlergehen benötigt. Scheiße schwer das Ding. Jeder Schritt tat mittlerweile weh. Aber Aufgeben war keine Option. Da ich ja schon einige Male einen Marathon gefinished habe, dachte ich, dass gerade Ich nicht so das Problem mit der Strecke haben werde. Bin ja eigentlich gut im Training… Doch ich habe mich gewaltig getäuscht. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und unerträglichlicher. Bei km 35 hat der erste von unserer Gruppe wegen Knieproblemen aufgeben müssen. Der Rest von uns schleppte sich mit letzter Kraft in den Garten meiner Eltern, wo schon eine Wanne mit kühlem Wasser auf uns wartete. Nur Ben hat noch nicht genug. Seine GPS-Uhr hat die 40 km noch nicht geknackt, sodass er eine weitere Ehrenrunde um das Grundstück meiner Eltern drehte. Krass dieser Kerl. Mir wäre es in dem Moment sowas von egal gewesen was auf der Uhr steht. Hauptsache endlich aus den Schuhen raus. Doch dieses Vorhaben klingt leichter als getan. An meinen Füßen haben sich solch große Blasen gebildet, dass ich in meinen Schuhen gefangen war…Mit letzter Kraft habe ich die Dinger dann doch endlich von meinen Füßen bekommen. Das kühle Bad war der Knaller. Man hat richtig eine Dampfwolke gesehen, die aufgestiegen ist, als wir unsere Füße in das Wasser tauchten. Ich konnte keinen Cm mehr laufen und mit meinen Blasen hätte ich Wasserbomben füllen können, so groß und dick waren sie. Solche Schmerzen hatte ich noch nie an den Füßen. Wie sollen wir bloß die 50 km schaffen. An die 100 km will ich noch überhaupt nicht denken. Total utopisch….

 

Der nächste Tag…
Am nächsten Tag war der Schmerz an den Füßen und Beinen zwar schon so gut wie weg, doch die Blasen machten mir echt zu schaffen. Ich passte in keine Schuhe mehr rein und bin hauptsächlich nur noch Barfuß oder in Latschen gelaufen. Auch das Aufstechen der Blasen trug nicht wirklich zur Besserung bei. Am Wochenende drauf stand der Giants Run (Hinternislauf in der Wingst – auch hier zum Nachlesen) an. Ob das so eine gute Idee ist, dort im Schlamm und Matsch mitzulaufen?!? Ich war mir bis zum Start echt unsicher. Doch dann dachte ich mir: Egal, versuch macht klug und wenn ich mir meine Haut komplett von den Füßen reiße, dann muss ich wohl den 50 km Marsch das Wochenende drauf absagen. Erst mal abwarten wie es läuft. Doch alle Befürchtungen waren unbegründet. Die Blasen haben gehalten und wurden mit Blasenpflaster fixiert.

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